Saisonalität und Ernte

Es ist möglich, dass es bei gewissen Produkten saisonal bedingte Verkaufsunterbrüche nach Abverkauf einer Ernte geben kann.

Viele Produkte respektive Rohstoffe von NaturKraftWerke werden in enger Zusammenarbeit von Partnerlandwirt*innen kultiviert. Kommt es zu Ernteausfällen oder ist eine Jahresernte abverkauft kann es zu Unterbrüchen im Angebot kommen, da es meist keine Alternativen gibt. Wir verzichten bewusst auf eine Besorgung von Rohstoffen aus den anonymen „Silos des Weltmarktes“.

 

Sekem-Initiative

Seit vielen Jahren arbeitet NaturKraftWerke eng mit SEKEM Agrikultur der SEKEM-Initiative in Ägypten zusammen.

Seit Anbeginn beziehen wir feinste Demeter Schwarzkümmelsamen und Demeter Leinsaat für unserer Schwarzkümmelöl- und Leinöl-Produktion.

Die SEKEM-Intiative wurde 1977 60 km nordöstlich von Kairo auf einem unberührten Teil der ägyptischen Wüste begonnen. Dr. Ibrahim Abouleish begann damals nach seinen Studienjahren in Europa den Wüstenboden urbar zu machen und gründete Betriebe, in denen die Felderzeugnisse verarbeitet werden konnten. Es entstanden mit der Zeit immer mehr Unternehmen und Bildungseinrichtungen. Die menschliche Entwicklung stand und steht in allen Bereichen der SEKEM-Initiative stets im Vordergrund. SEKEM ist heute als eines der weltweit führenden Sozialunternehmen bekannt.

Antrieb der SEKEM-Initiative ist die Vision von nachhaltiger Entwicklung durch einen ganzheitlichen Ansatz: Ökologie, Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur werden dabei gleichrangig betrachtet.

 

Produktentwicklung

Bei der Entwicklung oder Einführung neuer Produkte stehen, neben der Qualität der Rohstoffe, Einzigartigkeit, persönliche Beziehungen zu Landwirt*innen und Händler*innen, faire Produktions- und Handelsstrukturen sowie innovative und nachhaltige Projekte im Vordergrund.

Wo immer möglich arbeiten wir mit Demeter-Produzent*innen zusammen, da uns hier neben der einzigartigen Qualität der Rohstoffe und der biodynamischen Anbauweise auch die hohen Sozialstandards ganz klar überzeugen und am Herzen liegen.

Pflugloser Mischfruchtanbau

Der pfluglose Demeter- oder Bio-Mischfruchtanbau ist eine innovative und zukunftsstabile Anbaumethode. Sie verbindet auf einzigartige Weise ökonomischen Ertragsanbau mit zentralen Aspekten eines sinnvollen Naturschutzes. Der Verzicht auf den Pflug bremst die Freisetzung von grossen CO2-Mengen und erhöht nachhaltig die Fruchtbarkeit und Gesundheit des Bodens. Kombiniert mit einer wild gestalteten Beikrautkultur entstehen Äcker von paradiesischer Schönheit, auf denen unter anderen <Alte Sorten> wie Roter und Schwarzer Emmer, Schwarzer Hafer, Waldstaudenkorn, Schwarze Gerste, Einkorn, Dinkel und vergessene Weizensorten angebaut werden.

Unter Mischfruchtanbau (auch Gemengeanbau oder früher: Mengkornbau) versteht man, dass auf einem Feld gleichzeitig verschiedene – sich gegenseitig ergänzende – Arten angebaut werden; in strengerem Sinne sind die Gemengepartner allesamt Nutzpflanzen. Dabei werden synergetische Effekte ausgenutzt: Beispielsweise können sich verschiedene Arten über Wurzelausscheidungen im Aufschluss von Nährstoffen gegenseitig begünstigen, dichte Bodendecker können unerwünschte Beikräuter unterdrücken, ohne mit der Hauptfrucht zu konkurrieren, es können Schadinsekten vertrieben werden oder Nützlingen Lebensgrundlage angeboten werden.

Außerdem wirkt intelligenter Mischfruchtanbau der Bodenerosion entgegen und totale Ernteausfälle sind praktisch ausgeschlossen.
Eine besondere Form des Mischfruchtanbaus ist die Permakultur, bei der eine dauerhafte Begrünung des Bodens angestrebt wird und nur noch gesät (Direktsaat, d. h. ohne Umbruch) und geerntet wird.

Makaibari

Die Makaibari Teeplantage befindet sich im indischen Kurseong, einer der sieben Regionen des bengalischen Darjeeling-Distriktes, der weltberühmt für seine feinen Tees ist. Die ersten Teegärten entstanden Ende des 19. Jahrhunderts auf Initiative des englischen Botanikers Arthur Campbell, der zuvor mit chinesischen Teesamen in seinem Privatgarten im Darjeeling-Distrikt experimentiert hatte. Eine Besonderheit dieser Anbauregion ist, dass immer nur „two leaves and a bud“ (zwei Blätter und eine Knospe) von jedem Trieb gepflückt werden. Seit einigen Jahrzehnten werden in Darjeeling neben verschiedensten Schwarztees auch feine Grüntees produziert.

Der Teegarten Makaibari wurde 1859 gegründet. Makaibari war der erste Teegarten, der 1988 bio-zertifiziert wurde. Fünf Jahre später, 1993, erfolgte die Demeter-Zertifizierung. Gleichzeitig wurde vor über 30 Jahren in Makaibari mit der Aufforstung von Regenwald begonnen. Heute verfolgt Makaibari das Produktionssystem der Agroforestry. Der Teebusch ist in dieser Permakultur Teil des Systems von Bäumen und Pflanzen eines subtropischen Regenwaldes. Über 70 % der gesamten Plantage sind bewaldet. Gleichzeitig wird der Tee auf den Makaibari-Plantagen nach einer unkonventionellen Verbindung aus dem traditionellen Wissen des Ayurveda über Pflanzen und den Ideen und Praktiken der Demeter-Landwirtschaft angebaut.

Zum Teegarten gehören auch Dörfer, in denen die Arbeiter*innen leben und die Kinder zur Schule gehen. Das Wohlergehen der Angestellten ist den Betreibern der Plantage ebenso wichtig wie die Qualität des Tees.