Native Pflanzenöle

Native Öle sind naturbelassen und kalt gepresst ohne Wärmezufuhr. Weder die Rohware noch das Öl werden vor- oder nachbehandelt, etwa durch Dämpfung oder Rösten der Saat. Alle Inhaltsstoffe sowie auch Geschmack, Geruch und Farbe der einzigartigen Öle bleiben erhalten.

NaturKraftWerke-Pflanzenöle sind immer nativ! Kaltgepresst aus wertvollsten Rohstoffen.

Jede Saat stellt unterschiedliche Ansprüche an die Kaltpressung. Bei der Kaltpressung wird die Saat ohne Erwärmung zerquetscht und gepresst. Eigene Prozesswärme ist jedoch möglich. Saaten respektive Öle mit empfindlichem Fettsäuremuster (z.B. Lein- oder Nachtkerzensamen) werden gekühlt und Sauerstoff- und Lichtausschluss schonend gepresst. Äussere Einflüsse (Sauerstoffkontakt, Wärme und Licht), die das native Öl negativ beeinflussen könnten, werden somit ausgeschlossen. Je nach Saatgut kann auch die Durchlaufgeschwindigkeit angepasst und somit die Qualität gesteuert werden.

Das frischgepresste Öl fliesst direkt in Chromstahlfässer, in welchen sich die zurückbleibenden Trübstoffe vor der Abfüllung in Glasflaschen absetzen können (Sedimentierung). NaturKraftWerke verzichtet bewusst auf eine Filtrierung der Öle.

In der gesamten Produktionskette wird konsequent auf Kunststoff verzichtet.

Sowohl die Kaltpressung, wie auch die Abfüllung in Violettglas-Flaschen erfolgt in den Produktionsräumen der NaturKraftWerke ‚Öhlmühle Zürcher Oberland‘.

Verpackung: Plastikverwendung?

Es ist unser Ziel, den gesamten Betrieb von NaturKraftWerke von der Verwendung von Plastik zu befreien. Das ist jedoch, wenn man es ernsthaft betrachtet, eher eine Absichtserklärung. Realistischer ist eine Reduktion von Restplastik-Anteilen: Schritt für Schritt reduzieren wir den Plastik überall, wo wir Alternativen umsetzen können. Zum Beispiel die selbstklebenden Brieftaschen beim Versand, in welchen wir die Kundenrechnungen mitschicken. Das Klebeband ist bereits aus Papier. Wir verwenden in den Versandpaketen seit je Polstermaterial aus Maisstärke. Die Deckel auf den grösseren Braun- und Violettgläsern sind aus Bakelit (siehe Bakelit). In der Ölproduktion sind wir schon seit einigen Jahren praktisch kunststofffrei. Unsere Fässer bestehen aus schwerem Edelstahl, ebenso die Deckel, die Rohre und andere Elemente.

Violett-Glas

Um die Qualität der von uns hergestellten nativen Speiseöle und  Süssgräser möglichst lange zu erhalten haben wir in eine besonders schützende Verpackung investiert. In Violett-Glas, welches unsere Öle besonders wirkungsvoll vor äusseren Einflüssen schützt.

Das Licht der Sonne, von dessen Spektrum nur ein bestimmter Teil die Erdoberfläche erreicht, ist ein wichtiger Faktor bei der Haltbarkeit von Ölen. Unsere Atmosphäre filtert den grössten Teil des Sonnenlichtes. Der Teil des Lichtes, welcher uns erreicht umfasst das Sichtbare Spektrum (Wellenlängen von ≈390nm bis ≈790nm), Infrarot (mit Unterbrechungen: ≈750nm bis ≈2400nm) einen kleinen Teil ultraviolett (≈300nm – ≈390nm) und Radiowellen (≈5cm bis ≈11m).

Je geringer die Wellenlänge, desto höher die Frequenz der Elektromagnetischen Welle des Lichts und desto höher die dem einzelnen Photon innenwohnende Energie. Je höher die Energie, desto eher ist ein spezifisches Photon in der Lage ein Molekül anzuregen (erhöht die Reaktionsfreudigkeit) oder gar zu zerstören. Dieser Vorgang ist in kürzester Zeit in der Lage, Fettsäuren und Inhaltsstoffe zu schädigen und die Qualität von empfindlichen Lebensmitteln damit signifikant zu mindern. Die Inhaltsstoffe verlieren ihre Wirkung. Die erhöhte Reaktionsfreudigkeit der durch Licht angeregten Moleküle lassen Lebensmittel schneller oxidieren.

Das von uns verwendete Violett-Glas absorbiert bis auf UV-A Strahlen, Infrarot Strahlen, Radiowellen und etwas Violettes Licht das restliche sichtbare Spektrum zuverlässig. Dadurch wird der intensivste Teil des Sonnenlichts abgeschirmt, welcher am meisten Schaden am Inhalt anrichten kann. Die dadurch geschützten Nahrungsmittel sind länger haltbar und bleiben länger frisch.

Das Violett-Glas wird in kleinen Chargen aus gezielt ausgesuchten Elementen geblasen. Da es nicht aus Massenproduktion stammt kann es zu geringen geometrischen Abweichungen bei den Gläsern kommen.

Auch ist die Herstellung dieses speziellen Glases wesentlich teurer als jene von herkömmlichem Grün-, Braun- oder Weissglas. Dies hat natürlich eine Auswirkung auf den Endpreis unserer Produkte in Violett-Glas.

Kleinunternehmen

NaturKraftWerke hat als winziger zwei-Personen Betrieb angefangen und sich in den letzten 20 Jahren nur langsam vergrössert.

Wir sind ein kleiner Verarbeitungsbetrieb und beschäftigen heute 20 Personen (Stand Mai 2019); alle davon in Teilzeit von 40 % bis 80 %. In der Summe sind es gerundet etwa 1000 % Stellenprozent.

Über die Hälfte der Mitarbeiter*innen sind in der hauseigenen Produktion beschäftigt. Bei NaturKraftWerke werden die meisten Arbeitsschritte noch von Hand oder halbautomatisiert getätigt.

Die andere Hälfte der Angestellten verteilt sich auf die Bereiche Administration, Einkauf, Verkauf, Aussendienst, interne Grafik, Produktmanagement, Produktentwicklung, Qualitätsmanagement.

Natürlich beschäftigen wir auch hier und da Aushilfskräfte, externe Fachpersonen, Freelancer.

Anti-Arschloch-Regeln

Robert I. Sutton: Der Arschloch-Faktor (Umgang mit schwierigen MitarbeiterInnen)

Robert I. Sutton: Der Arschloch-Faktor. Vom geschickten Umgang mit Aufschneidern, Intriganten und Despoten im Unternehmen. Hanser Verlag (München) 2006. 192 Seiten. ISBN 978-3-446-40704-6. 17,90 EUR.

Originaltitel: The no asshole rule. Aus dem Amerikan. von Thomas Pfeiffer.